Mit Kuli kann man auch zeichnen

Im letzten Post über das Portrait von Nisha, dem Afghanen meiner Freundin, habe ich schon erwähnt, wie begeistert ich vom Zeichnen mit Kugelschreiber bin. Dazu möchte ich euch gern mehr erzählen.

Wie kommt man auf sowas?

Während ich mich durch die Welt der Youtube-Verlinkungen zum Thema „Tiere zeichnen“ hab treiben lassen, bin ich auf den Kanal von Aaron Blaise gestoßen. Er hat früher bei Disney gearbeitet und einige seiner Bilder kannte ich schon, ohne einen Namen dazu zu haben. Er macht jetzt unter anderem Tutorials und Live-Streams übers Zeichnen mit verschiedenen Techniken und man merkt, dass er es wirklich liebt, sein Wissen weiter zu geben und das kann er super. Sein Hauptthema sind Tiere, was ihn natürlich zu meinem Held machte ^^  Ob es um die Anatomie von Tieren geht, um cartoonige Charaktere, realistische Portraits oder auch verschiedene Medien, es gibt nichts, was er nicht schon ausprobiert hat. Ich war so begeistert, dass ich auch einige seiner Video-Kurse über seine Homepage https://creatureartteacher.com/ (im Angebot 😉 ) gekauft habe. Einer davon zeigte, wie er mit Kugelschreiber Tierportraits zeichnet und das wollte ich unbedingt ausprobieren.

 Mit Kugelschreiber kann man nicht nur schreiben

Eine Freundin hatte sich einen Hirsch gewünscht und mir offen gelassen, wie ich ihn zeichne. Also suchte ich mir eine passende, lizenzfreie Vorlage und versuchte mich an meinem ersten DIN A4 Bild (Nisha war danach erst entstanden).

Portrait eines Hirsches mit Kugelschreiber

Die Wirkung ist ähnlich wie die von Bleistift. Man kann verschiedene Schattierungen erzeugen und beliebig detailliert werden. Wenn man im Internet nach „Kugelschreiber Kunst“ oder „Ballpoint Pen Art“ sucht, fallen einem glatt die Augen raus, wenn man die Bilder anderer Künstler sieht.

Kugelschreiber verzeiht keine Fehler

Es erfodert jedoch ein bisschen Übung, da der Druck auf den Stift deutlich feiner dosiert werden muss als beim Bleistift und die Tinte keine Fehler verzeiht, da man nicht radieren kann.

Da es Kugelschreiber auch in verschiedenen Farben gibt, ist man nicht auf blaue Bilder beschränkt.

Mit ein bisschen Geduld bekommt man also schon ganz schöne Bilder zustande, die im Gegensatz zum Bleistiftbild nicht den Glanz auf den Linien hat, wenn man das Bild im falschen Winkel zum Licht betrachtet. Die Linienführung ist weicher und geschmeidiger als mit Bleistift. Außerdem verwischt die Tinte nicht so leicht, sobald sie trocken ist. Das darf man nun als Vor- oder Nachteil sehen, je nachdem, welche Effekt man beabsichtigt. Wenn es um detailierte, fotorealistische Bilder mit vielen Abstufungen geht, kann der Kuli freilich nicht mithalten, aber gerade für die einfachen Bilder mit Weißhöhung ist der Kuli mein Favourit geworden. Für mich fühlt sich das Zeichnen mit Kuli großartig an und ist definitiv einen Versuch wert.

Portrait des Hirsches mit Kuli und Weißhöhung

Nachher zeichne ich noch mit weißem Stift die Lichter dazu, was das Bild noch dreidimensionaler wirken lässt. Über diese Technik namens Weißhöhung und auch über das Mischen von verschiedenen Techniken schreibe ich in einem anderen Artikel.

Material:

Größe:

  • 20 x 30 cm

Material:

  • Braunes Papier von SMLT
  • Kugelschreiber von BIC
  • PITT Pastellkreide von Faber-Kastell

Hinweis: Dies ist keine bezahlte Werbung, sondern lediglich die Aufzählung der von mir verwendeten Materialien, die ich nach eigenem Ermessen für dieses Bild ausgesucht habe. Diese Aufzählung soll Interessierten und Künstlern Einblicke in meine Arbeit geben und als reine Information dienen.

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