Mal eben schnell etwas Neues ausprobieren

Letzte Woche wollte ich wieder ein neues Bild posten, aber dann kam mir etwas dazwischen, von dem ich euch gern erzählen will. Vielleicht bin ich ja nicht allein damit 😉

Mal eben schnell etwas Neues ausprobieren. Und dann am besten auch noch die gewohnt guten Ergebnisse erwarten. Das ist noch nie gut gegangen und doch passiert es mir auch immer wieder.

Ich habe bei Youtube ein Tutorial von Leontine van Vliet zu einer neuen Technik mit neuen Materialien gesehen – Pastellstifte – und es erschien mir so mühelos. Das Ergebnis war atemberaubend und die Anleitung gut nachvollziehbar, also wollte ich das unbedingt ausprobieren.

Ich besorgte mir das entsprechende Material, suchte mir schnell ein Motiv aus und fing an, das zu tun, was ich im Video gesehen habe. Das Ergebnis: katastrophal.
Aber was ist passiert? Wieso klappte das nicht?

Nur mal eben

Ich versuche das Gesehene aus dem Video umzusetzen, nehme mir aber nicht genügend Zeit, denn ich will es ja nur mal probieren. Ein gutes Bild braucht aber genau das: Zeit. Mal eben schnell kann ich probieren, wie sich neue Materialien anfühlen, aber wenn ich auch noch ein ansehnliches Bild zustande bringen möchte, muss ich mir schon wenigstens etwas mehr Zeit dafür nehmen.

Oft fühlt es sich für mich nämlich so an, als würde ich damit Zeit und Material verschwenden, wenn ich einfach nur so zum ausprobieren vor mich hin kritzle, aber inzwischen sehe ich es eher als Investition. Und eine gute Gelegenheit an meiner Geduld zu arbeiten ist es zusätzlich.

Auch wenn das Ergebnis nicht so wird, wie ich es mir vorstelle, habe ich in jedem Fall etwas gelernt. Und sei es nur, dass etwas nicht funktioniert (z.B. mal eben schnell etwas zu versuchen 😉 ). Zu wissen, was nicht funktioniert oder was mir nicht gefällt, ist wertvoller als viele denken! Dann spart man sich nämlich die Zeit, sich in Zukunft noch weiter damit zu beschäftigen.

Mal eben schnell

In Video-Tutorials wird oft das Mittel des Zeitraffers genutzt, wenn eine große Zeitspanne überbrückt werden muss, in der nichts aufregendes passiert, das man kommentieren muss. Z.B. wenn große Flächen ausgemalt werden. So kann ich als Zuschauer nur schwer abschätzen, wie lange der Künstler wirklich gebraucht hat und auch die Mühe, die er sich gegeben hat, kann man bei der Geschwindigkeit nicht mehr sehen. Das verleitet mich oft dazu, mir nicht die Mühe zu geben, die ich sonst in meine Arbeiten investiere – es soll ja schnell gehen.

Aber Sorgfalt, z.B. beim Ausmalen darf man nicht unterschätzen und meist sind gerade die ersten, langweiligen Schritte die wichtigste Basis für ein gelungenes Ergebnis.

Etwas Neues

In Tutorials zeigen Künstler Dinge, die sie schon viele Male gemacht haben. Erst, wenn sie sich sicher sind, nehmen sie ihren Prozess auf Video auf. Daher erscheint das Gezeigte natürlich mühelos und man bekommt den Eindruck, dass es ganz leicht ist. Ich selber habe aber wenig Erfahrung mit dem Material oder der Technik und muss durch imitieren erst herausfinden, wie der Künstler sein Ergebnis erzielt hat. Zwar habe ich eine Ahnung, wie es in etwa funktioniert, aber die Umsetzung erfordert Feinmotorik und die richtige Technik. Und genau die wollen wir uns ja erarbeiten.

Alles auf einmal

Meine größte Macke ist aber immer noch, dass ich immer alles auf einmal haben will. Ich versuche nicht bloß ein neue Technik mit bekanntem Material und bekanntem Motiv. Oder ein neues Material mit bekannter Technik. Ich will immer gleich alles auf einmal neu ausprobieren. Das kann aber nur dann gut gehen, wenn ich geduldig mit mir bin und mir die Zeit nehmen, alles in Ruhe auszuprobieren.

Das Geheimnis

Auch wenn ich es nicht gern sage, aber mit Geduld kommt man schneller ans Ziel. Wie war das noch mit dem Sprichwort: „Wenn du es eilig hast, mache einen Umweg.“

Spätestens wenn wir unser Vorhaben in Eile mehrfach von vorn beginnen müssen, wünschen wir uns, wir hätten uns gleich die Zeit genommen und es ordentlich gemacht.

Die Bilder

Die Bilder auf dieser Seite sind nach diesem ersten Versuch entstanden. Ich habe mir Zeit gelassen und habe sehr schnell Stifte und Technik begriffen. Die Fertigstellung dieses Bildes musste ich nach hinten verschieben, weil ich meine Aufträge nun erst abarbeiten will. Darauf freue ich mich aber genauso 😉

Hochzeitspaar – Panda und Turtle

Ich hatte das Vergnügen, ein ganz besonderes Hochzeitsgeschenk filzen zu dürfen. Panda und Turtle sind die Spitznamen von Braut und Bräutigam und genau so sollten die Figuren aussehen. Nach ein paar Skizzen, die gut ankamen, habe ich mich gleich ans Werk gemacht. Kleid und Smoking habe ich an die Vorlage der echten Kleidung angelehnt.

Ich hatte wirklich viel Spaß bei diesen beiden und sowohl die Schenkenden als auch die Beschenkten waren begeistert 🙂

 

Junger Wolpertinger im Herbstwald

Kürzlich war ich im herbstlichen Wald unterwegs und habe einen jungen Wolpertinger gesichtet. Dass er jung war erkennt man daran, dass er noch keine Flügel hatte und sein Geweih noch klein ist.

Außerdem war er sehr neugierig. Er wurde regelrecht immer frecher 😉

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Trotzdem dürft ihr euch nicht täuschen lassen von dem knuddeligen Aussehen. Auch ein junger Wolpertinger ist sehr gefährlich! Sagt nicht, ich würde hier niedliche Tierchen verharmlosen!!!

 

Weiße Hochzeits-Täubchen

Heute möchte ich euch wieder ein ganz besonderes Werk zeigen. Ein süßes Paar weiße Tauben, das habe ich anlässlich der Hochzeit zweier ganz besonderer Menschen gefilzt habe. Auf einer kleinen Holztruhe sitzend wurden sie dann übergeben. Davon habe ich leider kein Foto, aber ich habe einen der letzten schönen Herbsttage genutzt, um die Täubchen schön in Szene zu setzen.

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Schwarzer Panther im Bilderrahmen

Es gibt wieder einmal etwas Neues in meinem Repertoire: Dreidimensionale Bilder

Meine Figuren und Skulpturen haben dann ihre Grenzen erreicht, wenn sie eine bestimmte Größe überschreiten. Nicht, weil es nicht auch in XXL ginge, aber das würde sehr viel Material erfordern und ziemlich lange dauern. Dazu habe ich allerdings zu viele Ideen und Pläne, um mich da im Moment heran zu wagen 😉

Also dachte ich mir, dann mache ich doch erst mal bloß den Kopf als Portrait. Eine klassische Büste sähr mir allerdings dann zu sehr nach geköpftem, ausgestopftem Tier aus. Daher kam mir die Idee, den Kopf, bzw. das Gesicht als Bildausschnitt in einem Bilderrahmen unter zu bringen.

Das waren ganz andere Anforderungen als bei einer ganzen Skulptur, da man z.B. den Hinterkopf nicht sehen konnte und so die Proportionen verschoben wurden. Eine Pose musste ich mir auch überlegen und dann passend in den Rahmen bekommen. Den Rahmen habe ich dann schlussendlich selbst gebaut aus Zierleisten, so dass ich die Maße perfekt anpassen konnte.

Wo ich dann leider gescheitert bin sind die Fotos. Dunkle Motive sind einfach eine Herausforderung und schwarz vor hellem Grund erst Recht. Da muss ich einfach noch ein wenig an meinen Fotografie-Skills feilen. Ich hoffe, man erkennt trotzdem genug.

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Darauf aufbauend möchte ich demnächst ein 3D Portrait eines echten Tieres machen. Am liebsten noch mit Fell 🙂

Mini-Chris – Urlaub am Gardasee

Ich melde mich gut erholt zurück aus einem wunderschönen Urlaub am Gardasee. Begleitet hat mich unter anderem nicht nur mein Mann Chris, sondern auch eine gefilzte Miniversion von ihm.

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Zusammen mit unserer Familie hatten wir viel Spaß. Z.B beim Spielen (hier: 7 Wonders – unbedingte Empfehlung meinerseits 😉 )

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Natürlich gab es auch reichlich Erfrischungen und Snacks für alle (aber am meisten für Mini-Chris) 😛

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Die Erholung kam dann aber auch nicht zu kurz.

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In diesem Sinne:

Habt noch einen schönen Sommer 🙂

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Upcycling: Taschen

Heute habe ich etwas Neues für Euch. Ich finde Upcycling ja total super. Dinge, die man nicht mehr braucht, werden nicht weggeworfen, sondern noch einmal aufgepeppt, so dass man etwas ganz anderes daraus macht. Kreativität pur.

Und was ist besser als eine Tasche? Man braucht doch immer Taschen und sie sind praktisch und so vielseitig. Sowohl in der Verwendung, als auch in den Materialien.

Als erstes habe ich hier eine Jeans-Tasche. Also eine Tasche aus einer alten Jeans. So kann man seine Lieblingsjeans doch noch weiter tragen *g*
Aus den Hosenbeinen haben ich die größtmöglichen Rechtecke um die Popotaschen ausgeschnitten. Der Tragegriff ist aus dem Hosenbund gefertigt. Nur für das Innenleben habe ich dann noch Stoff zugekauft (hatte grad kein passendes T-Shirt oder ähnliches).

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Die zweite Tasche ist noch ein bisschen mehr Recycling als Upcycling. Hier habe ich die Tüten von Senseo-Pads genommen und zusammen genäht. Das ging überraschend gut und ist tatsächlich ziemlich stabil. Das Gurtband, welches mal ein Spanngurt war, habe ich bei einem namhaften schwedischen Möbelriesen erstanden. Die gibts da im Zweierpack recht günstig.
Sieht doch richtig chick aus oder? Und seine Lieblingsmarke kann man so spazieren tragen. Das funktioniert nämlich auch mit anderen Tüten.

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Kleiner Trauzeuge – Hamster Mumpitz

Zur Hochzeit einer Freundin sollte es etwas ganz Besonderes sein. Also habe ich ihren Hamster Mumpitz gefilzt und ihm eine kleine Fliege angesteckt, damit er auch anständig gekleidet ist. Ist er nicht süß?

Er ist übrigens das erste Tier, das ich in Lebensgröße gefilzt habe ;P

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Für die „offiziellen“ Fotos musste es natürlich Glücksklee sein und die roten Röschen passten einfach wunderbar.

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Bevor ich das lange Fell angefilzt habe, sah der kleine Kerl so aus:

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Kann sich auch sehen lassen oder? Das Fell hat dann noch mal etwa genauso lang gedauert, wie die „nackte“ Figur an sich. Trotzdem hat es sich gelohnt, finde ich.